Was ist ein Designprozess?
Wie wird aus einer Aufgabe eine geprüfte Lösung?Für Ihre Rolle
Ein Designprozess beschreibt, wie ein Team eine Gestaltungsaufgabe untersucht, Lösungen entwickelt und deren Eignung prüft. Er beginnt immer mit einem konkreten Problem.
Verstehen
Wer nutzt die Lösung und was möchte diese Person erledigen?
Entwickeln
Welche Lösungen passen zu Marke, Zielgruppe und Rahmenbedingungen?
Prüfen
Hilft der Entwurf den Nutzern wirklich? Welche Annahmen sind offen?
So sieht „iterativ“ aus
Nach dem Test springt der Prozess zurück. Das ist kein Rückschritt, sondern Teil der Entwicklung.
Der weiße Punkt zeigt den aktuellen Stand im Prozess.
Ausführlich lesen: Was ist ein Designprozess?
Der Designprozess beschreibt, wie ein Team eine Gestaltungsaufgabe untersucht, mögliche Lösungen entwickelt und deren Eignung prüft. Sein Ausgangspunkt ist ein konkretes Problem: Menschen finden eine Information nicht, ein Produkt lässt sich schwer bedienen oder ein Unternehmen kann sein Angebot nicht verständlich vermitteln.
Gestaltung verbindet dabei verschiedene Anforderungen. Die Lösung soll zur Marke passen, für ihre Zielgruppe verständlich sein und sich unter den gegebenen technischen und wirtschaftlichen Bedingungen umsetzen lassen.
Das gilt für unterschiedliche Disziplinen. Im Webdesign betrifft es beispielsweise Navigation und Nutzerführung. Im Grafikdesign geht es unter anderem darum, Informationen lesbar und passend zum Absender zu vermitteln. Im Produktdesign kommen etwa Handhabung, Materialien und Herstellung hinzu.
Ein strukturierter Ablauf macht Entscheidungen nachvollziehbar. Statt einen Entwurf nur danach zu bewerten, ob er gefällt, kann das Team prüfen: Hilft er den vorgesehenen Nutzern? Erfüllt er die Anforderungen? Welche Annahmen müssen wir noch überprüfen?
Die 7 Phasen im Überblick
Welche sieben Schritte führen zum Ergebnis?Für Ihre Rolle
Je nach Modell unterscheiden sich Anzahl und Bezeichnung der Phasen. Diese Gliederung dient als praktische Orientierung für ein Website-Projekt. Klicken Sie auf eine Station.
Phase 1: Briefing und Ziele klären
Das Briefing hält fest, warum das Projekt entsteht und was es leisten soll. „Wir brauchen eine moderne Website“ ist ein Wunsch, noch kein Ziel.
Ergebnis: ein abgestimmtes Briefing mit Zielen, Zuständigkeiten und Grenzen. Weiter, wenn alle dasselbe Problem lösen wollen.
Beispiel für das Ergebnis ansehen
| Punkt | Inhalt |
|---|---|
| Ziel | Leistungen verständlich machen, Anfrage ermöglichen |
| Zielgruppe | Verantwortliche für Büros |
| Erfolgskriterium | Der Kontaktweg ist auf dem Smartphone auffindbar |
| Zuständigkeit | Wer entscheidet, wer bündelt Rückmeldungen? |
Ausführlich lesen: Briefing und Ziele klären
Ein Briefing hält fest, warum das Projekt entsteht und was es leisten soll. „Wir brauchen eine moderne Website“ beschreibt einen Wunsch, lässt aber viele Entscheidungen offen. Konkreter wäre: „Interessenten sollen unsere Leistungen verstehen, ihre passende Ansprechperson finden und eine Anfrage senden können.“
Für ein brauchbares Briefing müssen die Beteiligten Ziele, Zielgruppen und Rahmenbedingungen gemeinsam klären. Dazu gehören Umfang, Budgetrahmen, Termine, verfügbare Inhalte und technische Voraussetzungen. Ebenso wichtig ist die Frage, wer Entscheidungen trifft und wer Rückmeldungen bündelt.
Hilfreich sind überprüfbare Kriterien: Ist der Kontaktweg auf dem Smartphone auffindbar? Werden die wichtigsten Leistungen verständlich erklärt? Lassen sich die vereinbarten Nutzeraufgaben erledigen?
Phase 2: Nutzer und Anforderungen verstehen
Was ein Unternehmen sagen möchte und was Besucher wissen müssen, ist nicht automatisch dasselbe. Erkenntnisse werden in priorisierte Anforderungen übersetzt.
Ergebnis: priorisierte Anforderungen als Grundlage für das Konzept. Mehr zur Nutzerperspektive: UX-Design.
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| Anforderung | Priorität |
|---|---|
| Verständliche Leistungsbeschreibung | Notwendig |
| Erklärung des nächsten Schritts | Notwendig |
| Beispiele | Hilfreich |
| Referenzen auf jeder Seite | Später |
Ausführlich lesen: Nutzer und Anforderungen verstehen
Was ein Unternehmen sagen möchte und was Besucher wissen müssen, ist nicht automatisch dasselbe. Deshalb untersucht das Team, welche Aufgaben, Fragen und Hindernisse aus Nutzersicht wichtig sind.
Je nach Projekt helfen Gespräche mit Kunden, Beobachtungen bei der Nutzung oder vorhandene Daten. Auch wiederkehrende Fragen aus Vertrieb und Support können Hinweise liefern. Wettbewerber zeigen mögliche Lösungswege, beantworten aber nicht, was für die eigene Zielgruppe funktioniert.
Die Erkenntnisse werden in Anforderungen übersetzt. Aus „Interessenten fragen oft nach dem Leistungsumfang“ kann beispielsweise folgen: Jede Leistungsseite braucht eine verständliche Beschreibung, passende Beispiele und eine Erklärung des nächsten Schritts.
Dabei sollten belegte Erkenntnisse und Annahmen unterscheidbar bleiben. Eine vermutete Nutzerpräferenz ist zunächst etwas, das geprüft werden muss. Anforderungen werden außerdem priorisiert: Was ist für die zentrale Aufgabe notwendig, was hilfreich und was vorerst verzichtbar?
Phase 3: Ideen und Konzept entwickeln
Jetzt entstehen mögliche Lösungen: Welche Seiten braucht es, was steht wo, wie gelangen Besucher zum passenden Angebot? Einfache Skizzen genügen.
Ergebnis: ein begründetes Konzept mit Seitenstruktur, wichtigsten Inhalten und Nutzerwegen.
Ansatz 1: nach Abteilungen
Ansatz 2: nach Aufgaben
Welcher Ansatz schneller zum Ziel führt, prüft der Test.
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| Seite | Zweck |
|---|---|
| Startseite | Orientierung |
| Leistungen | Einstieg nach Aufgaben |
| Büroreinigung | Umfang, Zusammenarbeit, nächster Schritt |
| Kontakt | Anfrage senden |
Ausführlich lesen: Ideen und Konzept entwickeln
Jetzt entstehen mögliche Lösungen. Bei einer Website betrifft das zunächst die Inhalte, ihre Anordnung und die Wege zwischen ihnen. Welche Seiten werden gebraucht? Was muss auf einer Leistungsseite stehen? Wie gelangen Besucher von ihrer Frage zum passenden Angebot?
Für diese Entscheidungen genügen oft einfache Skizzen. Das Team kann mehrere Ansätze vergleichen, ohne bereits jeden Bildschirm detailliert auszugestalten. Eine Variante ordnet Inhalte vielleicht nach internen Abteilungen, eine andere nach den Aufgaben der Besucher.
Die Auswahl wird an den Anforderungen gemessen. Ein Konzept ist besonders hilfreich, wenn es begründet, warum bestimmte Inhalte hervorgehoben werden und wie ein Nutzer sein Ziel erreicht. Offene Fragen können schon jetzt mit einer einfachen Skizze geprüft werden.
Phase 4: Entwürfe und Prototypen gestalten
Das Konzept wird sichtbar: erst als Wireframe, dann mit Gestaltung, bei Bedarf als Prototyp. Auch mobile Ansichten und wichtige Zustände gehören dazu.
Ergebnis: ein Entwurf oder Prototyp, mit dem sich die entscheidenden Nutzeraufgaben prüfen lassen. Mehr dazu im nächsten Kapitel.
Beispiel für das Ergebnis ansehen
| Stand | Aussage |
|---|---|
| Wireframe | Zeigt die Struktur |
| Mockup | Zeigt die Gestaltung |
| Prototyp | Macht den Weg bis zum Formular ausprobierbar |
Ausführlich lesen: Entwürfe und Prototypen gestalten
Das Konzept wird nun sichtbar. Zunächst kann ein vereinfachter Seitenentwurf zeigen, wo Navigation, Überschriften, Inhalte und Handlungsoptionen stehen. Darauf aufbauend entwickelt das Team die visuelle Gestaltung und bei Bedarf einen interaktiven Prototyp.
Drei Begriffe helfen bei der Unterscheidung:
- Wireframe: ein vereinfachter Strukturentwurf. Er zeigt vor allem Aufbau und Anordnung, ohne die endgültige Gestaltung festzulegen.
- Mockup: ein visueller Entwurf, der beispielsweise Farben, Typografie und Bildsprache zeigt. Er muss noch nicht bedienbar sein.
- Prototyp: eine Darstellung, mit der sich ausgewählte Abläufe oder Interaktionen ausprobieren lassen. Der Detailgrad richtet sich nach der Frage, die geprüft werden soll.
Bei einer Website gehören auch mobile Ansichten und wichtige Zustände dazu. Wie sieht ein geöffnetes Menü aus? Was passiert, wenn ein Pflichtfeld fehlt? Ist eine lange Überschrift noch lesbar? Solche Fragen lassen sich im Entwurf gezielt bearbeiten.
Phase 5: Testen und Feedback auswerten
Ein Test zeigt, wie Menschen mit einem Entwurf umgehen. „Gefällt Ihnen die Seite?“ ist eine andere Frage als „Finden Sie die Leistung?“.
Ergebnis: eine priorisierte Liste von Problemen und Erkenntnissen. Der nächste Schritt richtet sich nach deren Bedeutung.
Testaufgabe: „Sie suchen eine regelmäßige Reinigung für Ihr Büro. Finden Sie heraus, ob es diese Leistung gibt.“
Beispiel für das Ergebnis ansehen
| Feld | Eintrag |
|---|---|
| Aufgabe | Leistung Büroreinigung finden |
| Beobachtung | Suche unter „Unternehmen“ endet ohne Fund |
| Folge | Zuordnung der Navigation prüfen |
Ausführlich lesen: Testen und Feedback auswerten
Ein Test zeigt, wie Menschen mit einem Entwurf umgehen. Bei einer Website könnte die Aufgabe lauten: „Sie interessieren sich für Leistung X. Finden Sie heraus, was dazugehört und wie Sie eine Anfrage stellen können.“ Beobachtet wird, wo die Person sucht, welche Begriffe sie versteht und an welcher Stelle sie ins Stocken gerät.
Die Frage „Gefällt Ihnen die Seite?“ liefert eine andere Art von Rückmeldung. Sie kann für die Wirkung der Gestaltung relevant sein, zeigt aber noch nicht, ob die Person ihre Aufgabe erledigen kann.
Auch die fachliche Prüfung durch das Team und die Rückmeldung des Auftraggebers haben eigene Aufgaben. Sie betreffen beispielsweise technische Machbarkeit, korrekte Inhalte und die Übereinstimmung mit der Marke. Diese Perspektiven werden zusammengeführt, ohne sie mit Nutzertests gleichzusetzen.
Probleme werden so dokumentiert, dass daraus eine Entscheidung folgen kann: Welche Aufgabe war betroffen? Was wurde beobachtet? Wie schwerwiegend ist das Hindernis? Was könnte geändert und anschließend geprüft werden?
Phase 6: Überarbeiten und freigeben
Rückmeldungen führen zu Änderungen, kleine wie große. Wichtig ist die Begründung. Die Freigabe hält fest, welche Version umgesetzt wird.
Ergebnis: ein freigegebener Designstand mit nachvollziehbaren Entscheidungen und bekannten offenen Punkten.
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| Änderung | Begründung |
|---|---|
| Hauptpunkt „Leistungen“ | Die Leistung war unter der bisherigen Navigation schwer auffindbar |
| Kontaktlink beschriften | Der nächste Schritt soll klar benannt sein |
Ausführlich lesen: Überarbeiten und freigeben
Auf Grundlage der Rückmeldungen wird der Entwurf angepasst. Kleine Änderungen können eine Beschriftung oder einen Abstand betreffen. Größere Probleme führen möglicherweise zurück zur Seitenstruktur oder zum Konzept.
Zu jeder wichtigen Änderung sollte die Begründung festgehalten werden. „Die Leistung war unter der bisherigen Navigation schwer auffindbar“ erklärt eine Entscheidung besser als „Wir haben das Menü überarbeitet“. Bei kritischen Änderungen folgt ein erneuter Test.
Die Freigabe hält fest, welche Version zur Umsetzung vorgesehen ist. Dazu gehören auch bekannte offene Punkte, benötigte Inhalte und die Verantwortung für ihre Klärung. Änderungen am vereinbarten Umfang lassen sich so von Korrekturen unterscheiden.
Phase 7: Umsetzen und Wirkung prüfen
Die Entwicklung braucht neben den Entwürfen Angaben zu Verhalten, Komponenten und Zuständen. Danach wird geprüft, was nach dem Start beobachtet werden kann.
Ergebnis: eine umgesetzte, überprüfte Lösung. Mehr zur Realisierung: Webdesign und Entwicklung.
Beispiel für das Ergebnis ansehen
| Prüfpunkt | Frage |
|---|---|
| Freigabestand | Entspricht die Umsetzung dem freigegebenen Entwurf? |
| Funktion | Navigation und Formulare prüfen |
| Geräte | Zentrale Aufgaben mit verschiedenen Eingabemethoden erledigen |
Ausführlich lesen: Umsetzen und Wirkung prüfen
Die Umsetzung überträgt die Gestaltung in eine funktionierende Website. Dafür braucht die Entwicklung neben den Entwürfen Informationen zu Verhalten, Komponenten und besonderen Zuständen. Auch vorhandene Inhalte und reale Daten müssen im Layout funktionieren.
Anschließend wird die fertige Lösung geprüft: Entspricht sie dem freigegebenen Stand? Funktionieren Navigation und Formulare? Lassen sich die zentralen Aufgaben auf unterschiedlichen Geräten und mit verschiedenen Eingabemethoden erledigen?
Nach der Veröffentlichung entstehen weitere Erkenntnisse. Wiederkehrende Fragen, beobachtete Nutzung und passende Messwerte können zeigen, wo die Lösung verbessert werden sollte. Dafür müssen die Daten im Zusammenhang mit den ursprünglichen Zielen betrachtet werden. Ein einzelner Messwert erklärt selten, warum eine Änderung wirkt.
Die gestrichelte Linie zeigt die Rückkopplung: Von „Testen“ geht es bei neuen Erkenntnissen zurück zu „Konzept“ oder „Entwurf“. Einige Tätigkeiten laufen parallel; Tests sind schon mit frühen Skizzen möglich.

Entwurf sichtbar machen
Wie unterscheiden sich Wireframe, Mockup und Prototyp?Für Ihre Rolle
Drei Begriffe, drei Fragen: Wo steht was? Wie sieht es aus? Wie verhält es sich? Schalten Sie um und probieren Sie den Prototyp aus.
Eine Seite, drei Stadien
Beim Umschalten bleiben die Elemente an ihrem Platz und verändern nur ihre Darstellung.
Welche Bereiche wir reinigen
Zeiten und Abläufe
Angebot anfragen
Angebot anfragen
Mit wenigen Angaben können wir Ihr Angebot vorbereiten.
Wireframe
Ein vereinfachter Strukturentwurf. Er zeigt Aufbau und Anordnung, ohne die endgültige Gestaltung festzulegen.
Beantwortet die Frage: Wo steht was?
Mockup
Ein visueller Entwurf, der Farben, Typografie und Bildsprache zeigt. Er muss noch nicht bedienbar sein.
Beantwortet die Frage: Wie sieht es aus?
Prototyp
Eine Darstellung, mit der sich ausgewählte Abläufe ausprobieren lassen. Der Detailgrad richtet sich nach der Frage, die geprüft werden soll.
Beantwortet die Frage: Wie verhält es sich?
Ausführlich lesen: Entwürfe und Prototypen
Das Konzept wird nun sichtbar. Zunächst kann ein vereinfachter Seitenentwurf zeigen, wo Navigation, Überschriften, Inhalte und Handlungsoptionen stehen. Darauf aufbauend entwickelt das Team die visuelle Gestaltung und bei Bedarf einen interaktiven Prototyp.
Drei Begriffe helfen bei der Unterscheidung:
- Wireframe: ein vereinfachter Strukturentwurf. Er zeigt vor allem Aufbau und Anordnung, ohne die endgültige Gestaltung festzulegen.
- Mockup: ein visueller Entwurf, der beispielsweise Farben, Typografie und Bildsprache zeigt. Er muss noch nicht bedienbar sein.
- Prototyp: eine Darstellung, mit der sich ausgewählte Abläufe oder Interaktionen ausprobieren lassen. Der Detailgrad richtet sich nach der Frage, die geprüft werden soll.
Bei einer Website gehören auch mobile Ansichten und wichtige Zustände dazu. Wie sieht ein geöffnetes Menü aus? Was passiert, wenn ein Pflichtfeld fehlt? Ist eine lange Überschrift noch lesbar? Solche Fragen lassen sich im Entwurf gezielt bearbeiten.
Ein Beispiel aus dem Webdesign
Findet man die Leistung auch wirklich?Für Ihre Rolle
Ein Reinigungsunternehmen plant eine neue Website. Die bisherige Struktur folgt internen Bereichen. Erleben Sie selbst, warum die Zuordnung eine Gestaltungsentscheidung ist.
Finde die Büroreinigung
Wählen Sie eine Variante, klicken Sie sich durch das Menü und vergleichen Sie am Ende beide Zuordnungen.
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Unterpunkte von „Unternehmen“
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Unternehmen › Geschäftsbereiche
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Unterpunkte von „Leistungen“
Referenzen
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Leistungen › Büroreinigung
Büroreinigung liegt unter Unternehmen › Geschäftsbereiche › Gebäudeservice.
Büroreinigung liegt direkt unter Leistungen.
Ausgangsentwurf
Überarbeiteter Entwurf
Überarbeitete Variante erneut testen.
Ausführlich lesen: Der Designprozess am Beispiel
Wie die Phasen zusammenhängen, lässt sich an einem durchgängigen Beispiel zeigen.
Ein Reinigungsunternehmen plant eine neue Website. Verantwortliche für ein Büro sollen erkennen, ob das Unternehmen eine passende Büroreinigung anbietet und wie sie eine Anfrage stellen können. Die bisherige Struktur orientiert sich an internen Unternehmensbereichen.
Vom Unternehmensziel zur Nutzeraufgabe
Im Briefing wird das Ziel konkretisiert: Ein Interessent soll die Büroreinigung finden, ihren Umfang verstehen und anschließend den passenden Kontaktweg nutzen können.
Bei der Recherche sammelt das Team typische Fragen aus Kundengesprächen. Für das Beispiel sind das Fragen nach den gereinigten Bereichen, möglichen Reinigungszeiten und den Angaben, die für ein Angebot benötigt werden. Daraus entstehen Anforderungen für die Leistungsseite: eine verständliche Beschreibung, Informationen zur Zusammenarbeit und ein eindeutiger nächster Schritt.
Vom Konzept zum prüfbaren Entwurf
Das erste Konzept ordnet die Büroreinigung als Unterpunkt von „Unternehmen“ ein. Ein Wireframe zeigt die Navigation und den Aufbau der Leistungsseite. Der daraus entwickelte Prototyp macht den Weg bis zum Anfrageformular ausprobierbar.
Die Testaufgabe lautet: „Sie suchen eine regelmäßige Reinigung für Ihr Büro. Finden Sie heraus, ob das Unternehmen diese Leistung anbietet und wie Sie ein Angebot anfragen können.“
Vom Testergebnis zur Überarbeitung
Nehmen wir an, im Test wird die Leistung unter „Unternehmen“ nicht gefunden. Das Team hat damit einen konkreten Hinweis auf ein Problem der Zuordnung. Es prüft die Navigation und erstellt eine Variante mit dem sichtbaren Hauptpunkt „Leistungen“.
Zusätzlich erhält die Leistungsseite einen verständlich beschrifteten Kontaktlink. Der überarbeitete Weg wird erneut geprüft. Erst danach entscheidet das Team, ob die Änderung die beobachtete Schwierigkeit ausreichend behebt.
Das Beispiel zeigt, wie eine Gestaltung begründet werden kann: Eine Anforderung führt zu einem Entwurf, ein Test liefert neue Erkenntnisse und daraus folgt eine überprüfbare Änderung. Reale Einblicke in unsere Arbeit finden Sie in den FEWTURE®-Referenzen.
Designprozess, Design Thinking und Double Diamond
Wie hängen die Modelle zusammen?Für Ihre Rolle
Der Double Diamond des Design Council zeigt: Der Blick öffnet sich zuerst und konzentriert sich dann auf eine begründete Auswahl. Wählen Sie einen Bereich.
Der Double Diamond im Überblick
Der Blick öffnet sich zuerst und konzentriert sich dann auf eine begründete Auswahl. Wählen Sie einen Bereich, um ihn hervorzuheben.
Eigene Darstellung des Double-Diamond-Modells. Modell: Design Council, Double Diamond (Framework for Innovation).
Ausführlich lesen: Designprozess, Design Thinking und Double Diamond
Die Begriffe hängen zusammen, beschreiben aber unterschiedliche Dinge. Designprozess ist die allgemeine Bezeichnung für den Ablauf einer Gestaltungsaufgabe. Design Thinking ist ein menschenzentrierter Ansatz zur Lösung komplexer Probleme. Er verbindet Nutzerbedürfnisse mit technischer Machbarkeit und wirtschaftlichen Anforderungen. IDEO erklärt diese Grundidee aus der eigenen Praxis.
Der Double Diamond des Design Council visualisiert einen Designprozess in vier Phasen:
- Discover – verstehen: Das Problem und die Situation der betroffenen Menschen untersuchen.
- Define – eingrenzen: Erkenntnisse ordnen und die konkrete Herausforderung bestimmen.
- Develop – entwickeln: Unterschiedliche Lösungsansätze erarbeiten und ausprobieren.
- Deliver – prüfen und weiterentwickeln: Geeignete Lösungen testen, verbessern und zur Anwendung bringen.
Die beiden Diamanten zeigen, wie sich der Blick zunächst öffnet und anschließend auf eine begründete Auswahl konzentriert: erst das Problem untersuchen und eingrenzen, dann Lösungen entwickeln und auswählen. Das Modell erlaubt Rückkopplungen. Auch frühe Ideen können bereits getestet werden. Quelle: Design Council
Für Ihr Projekt ist entscheidend, dass der Ablauf eine passende Lösung unterstützt. Das Team sollte wissen, welche Frage gerade untersucht wird und welche Erkenntnis für die nächste Entscheidung fehlt.
Häufige Fehler
Welche Fehler lassen sich vermeiden?Für Ihre Rolle
Fünf Stolpersteine, die sich mit etwas Vorbereitung umgehen lassen. Klappen Sie auf, was Sie interessiert.
1Mit der Gestaltung beginnen, bevor das Problem klar ist
Wenn Ziele und Anforderungen fehlen, werden Farben und Layouts zum Ersatz für grundlegende Entscheidungen. Klären Sie zuerst, welche Aufgaben die Lösung unterstützen soll. Dann lässt sich ein Entwurf daran bewerten.
2Annahmen über Nutzer als Tatsachen behandeln
„Unsere Kunden wissen, was dieser Begriff bedeutet“ kann stimmen, muss aber geprüft werden. Halten Sie solche Annahmen fest und untersuchen Sie besonders die, auf denen wichtige Entscheidungen beruhen.
3Feedback ohne Bezug zum Ziel sammeln
„Der Button sollte größer sein“ ist bereits ein Lösungsvorschlag. Fragen Sie nach dem zugrunde liegenden Problem: War die nächste Handlung schwer zu erkennen? So kann das Team verschiedene Verbesserungen vergleichen, statt jede Einzelmeinung direkt umzusetzen.
4Entscheidungen und Freigaben offenlassen
Wenn mehrere Beteiligte widersprüchliche Rückmeldungen geben und niemand sie bündelt, bleibt unklar, welche Version gilt. Vereinbaren Sie Zuständigkeiten, Feedbacktermine und Kriterien für die Freigabe.
5Erst nach der fertigen Umsetzung testen
Ein Problem der Navigation lässt sich auch an einem einfachen Prototyp untersuchen. Prüfen Sie wichtige Annahmen dann, wenn die dafür nötige Darstellung verfügbar ist. Später kontrollieren Sie zusätzlich, ob die fertig umgesetzte Lösung funktioniert.
Feedback übersetzen
„Der Button muss größer sein“ ist schon ein Lösungsvorschlag. Wählen Sie eine mögliche Ursache und sehen Sie, welche Frage daraus entsteht.
Wählen Sie eine mögliche Ursache.
Eine Testaufgabe stellen und beobachten, wo gesucht wird. Dann Kontrast oder Position prüfen, nicht nur die Größe ändern.
Die Aufgabe auf einem Smartphone ausprobieren und beobachten, ob Fehlklicks entstehen.
Mit eigenen Worten wiedergeben lassen, was sie erwarten, und die Beschriftung daran anpassen.
Die Seite beobachten: Wohin schauen Besucher zuerst? Danach die Gewichtung der Elemente prüfen.
KI im Designprozess
Wo hilft KI und wo nicht?Für Ihre Rolle
KI kann bei einzelnen Aufgaben unterstützen. Ob Menschen einen Entwurf verstehen, zeigt sie nicht. Testen Sie Ihr Gefühl dafür.
Ausführlich lesen: Wie KI den Designprozess unterstützen kann
KI kann bei einzelnen Aufgaben unterstützen. Ein möglicher Einsatz ist, bereitgestellte Notizen aus einem Briefing zu ordnen und offene Fragen herauszuarbeiten. Auch alternative Formulierungen oder erste Texte für einen Prototyp können als Arbeitsmaterial dienen.
Der Nutzen hängt davon ab, wie das Ergebnis geprüft wird. Eine vorgeschlagene Zusammenfassung kann Informationen auslassen. Eine plausibel formulierte Idee kann an den tatsächlichen Anforderungen vorbeigehen. Deshalb bleibt nachvollziehbar, welche Informationen vorliegen und welche Aussagen erst überprüft werden müssen.
| Aufgabe | Mögliche Unterstützung durch KI | Prüfung durch das Team |
|---|---|---|
| Briefing strukturieren | Vorhandene Angaben ordnen und Fragen vorschlagen | Stimmen Inhalt, Prioritäten und offene Punkte? |
| Ideen entwickeln | Alternative Lösungsrichtungen zur Diskussion stellen | Passen sie zur Aufgabe und zu den Rahmenbedingungen? |
| Prototyptexte vorbereiten | Erste Beschriftungen und Textvarianten formulieren | Sind die Aussagen korrekt und verständlich? |
| Feedback aufbereiten | Vorliegende Rückmeldungen thematisch sortieren | Wurden Widersprüche oder wichtige Einzelbeobachtungen übersehen? |
KI-generierte Nutzermeinungen sind keine Ergebnisse eines Nutzertests. Wenn Sie wissen möchten, ob Menschen einen Entwurf verstehen, müssen Sie die entsprechende Nutzung untersuchen. Der Designprozess braucht weiterhin nachvollziehbare Entscheidungen und eine fachliche Prüfung seiner Ergebnisse.
Checkliste für Ihr nächstes Designprojekt
Was ist in Ihrem Projekt schon geklärt?Für Ihre Rolle
Ein offener Punkt zeigt, wo noch eine Entscheidung oder Untersuchung nötig ist. Die Liste macht daraus Ihre nächsten Schritte.
Häufige Fragen zum Designprozess
Was wird oft gefragt?Für Ihre Rolle
Wie viele Phasen hat ein Designprozess?
Es gibt keine allgemeingültige Anzahl. Der Double Diamond verwendet vier Phasen; dieser Beitrag gliedert die praktische Arbeit an einer Website in sieben Schritte. Entscheidend ist, dass Problemverständnis, Entwicklung, Prüfung und Verbesserung im Ablauf berücksichtigt werden.
Wie lange dauert ein Designprozess?
Das hängt von Umfang und Komplexität ab. Die Gestaltung einer einzelnen Seite benötigt andere Abstimmungen als ein vollständiger Unternehmensauftritt mit mehreren Nutzerwegen. Verfügbare Inhalte, technische Abhängigkeiten und die Organisation von Rückmeldungen beeinflussen den Zeitplan. Eine belastbare Planung entsteht, wenn diese Voraussetzungen geklärt sind.
Wer sollte am Designprozess beteiligt sein?
Neben Designern sollten die Personen mitwirken, die Anforderungen, Inhalte und spätere Umsetzung verantworten. Bei einer Website können das Auftraggeber, Redaktion und Entwicklung sein. Nutzer werden für die Untersuchung ihrer Bedürfnisse und die Prüfung wichtiger Aufgaben einbezogen. Zuständigkeiten und Entscheidungswege sollten früh vereinbart werden.
Was bedeutet ein iterativer Designprozess?
Iterativ bedeutet, dass eine Lösung anhand neuer Erkenntnisse wiederholt verbessert wird. Das Team entwirft, prüft und überarbeitet. Eine Rückkopplung kann einen kleinen Detailfehler betreffen oder eine frühere Entscheidung infrage stellen. Für jede weitere Runde sollte klar sein, welche Frage beantwortet werden soll.
